Sportwissenschaft und Leistungssportforschung in der DDR

Die über mehrere Jahrzehnte erfolgreiche Entwicklung des DDR-Sports in Breite und Spitze war ohne den Beitrag der Sportwissenschaft nicht denkbar. Bereits seit der Konstituierung der DDR als Staat im Jahr 1949 - zu einer Zeit als noch viele materielle Mängel das tagtägliche Leben und den Aufbau einer neuen, demokratischen Sportbewegung behinderten - wurde dieser Zusammenhang gesehen und bewusst gefördert. Es waren vor allem drei Faktoren, die meines Erachtens diese frühzeitige Verflechtung wesentlich begünstigten und prägten:

  1. Ein Bündnis von maximaler individueller Leistungsfähigkeit und wissenschaftlicher Spitzentechnik: Mit dem von der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte (FES) entwickelten Zweierkanadier-Boot erkämpften sich Olav Heukrodt und Ingo Spelly über 1000 m die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1988.